Parolenfassung der JSVPO zur Abstimmung vom 27. November 2016

An der vergangenen Parteileitungssitzung beschloss die Junge SVP Oberwallis die Parole zur Abstimmung vom 27.11.2016. Die Partei sagt einstimmig nein zur Volksinitiative «Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)».

Nein zum unüberlegten Steckerziehen

Die Atomausstiegsinitiative ist eine unüberlegte Nacht- und Nebelaktion und alles andere als geordnet, wie der Initiativtext irrtümlicherweise zu suggerieren versucht. Eine Aktion, die von einer Partei lanciert wird, die obwohl sie den Ausbau der Wasserkraft und andere Alternativen in jeder nur denkbaren Situation zu verhindern versucht, gleichzeitig trotzdem gerne Strom benützt.

Die JSVPO findet dieses Verhalten absolut inakzeptabel und weisst die Bevölkerung auf folgende Auswirkungen dieser absurden Initiative hin:

  • Unsicherheit der Stromversorgung: Mit immerhin 40 Prozent der gesamten Stromerzeugung in der Schweiz stellen die Atomkraftwerke einen erheblichen Teil unserer Stromversorgung dar, welche mit einer solch plötzlichen Abschaltung nicht garantiert werden kann, ohne auf das Ausland angewiesen zu sein.
  • Umweltbelastung durch Kohlenkraftwerke: Durch eine plötzliche Abschaltung der Atomkraftwerke, wie dies beispielsweise Deutschland zeigt, ist man längerfristig auf Kohlenkraftwerke oder aber auf Kohlenkraftwerke aus dem Ausland angewiesen. Da fragt sich die JSVPO, wie die gleichen Leute, welche immer lauter für die Verminderung der CO2-Produktion schreien, auf einmal das Risiko der Bauung von Kohlenkraftwerken eingehen wollen?
  • Mangel an Alternativen: Für die JSVPO ist klar, dass bei bezahlbaren Alternativen zu den Atomkraftwerken nicht mehr darüber diskutiert werden müsste, ob Atomkraftwerke gebaut oder abgeschaltet werden müssen. Tatsache ist aber, dass die momentane Situation ein solch unüberlegter Schritt keinesfalls zulässt. Die Wasserkraft muss in jedem Fall ausgeweitet werden, um mit der Zeit immer weniger abhängig von Atomstrom zu sein und auch unser Potential der Wasserkraft weiter auszuschöpfen. Um dies aber zu erreichen müssten beispielsweise gewisse Staudämme erhöht werden, was aber zu Einsprüchen der gleichen Partei führen würde.

Die JSVPO will sich schlussendlich für eine Stärkung der Wasserkraft einsetzen und weiss, dass eine solche Stärkung durch die gleiche Partei, welche nun eine solche abstruse Initiative lanciert hat, verhindert wird. Aus den genannten Gründen empfiehlt die JSVPO der Bevölkerung ein Nein zur Atomausstiegsinitiative und damit ein Nein zu unüberlegtem Steckerziehen.

JSVPO

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